Hörgeräte-Typen

Modelle und Bauformen von Hörgeräten

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Bauformen: IdO-Hörsysteme werden im Ohr getragen, während HdO-Hörsysteme hinter dem Ohr sitzen. Manche Hörgeräte eignen sich für Ihren Hörverlust und Ihre Lebensgewohnheiten, andere nicht. Bei der Wahl des für Sie geeigneten Systems müssen viele Faktoren beachtet werden, z.B. das Ausmass des Hörverlustes, die Ohranatomie, Lebensgewohnheiten, kosmetische Vorlieben, Kosten, etc. Wir beraten Sie gerne.

Mini-Hinter-dem-Ohr-Modelle

Geeignet für: milde bis schwere Hörminderung Diese Micro-HdO-Modelle sind kleiner als Standard-HdO-Modelle. Sie können bequem hinter dem Ohr getragen werden und sind in verschiedenen Farbkombinationen, Bauformen und Designs verfügbar.

Hinter-dem-Ohr (HdO)

Geeignet für: jede Art von Hörminderung HdO Modelle lassen sich bequem hinter dem Ohr tragen. Der eingehende Schall wird verstärkt und durch unauffällige kleine Schläuchlein ins Ohr geleitet. Diese Geräte sind in ansprechenden, modischen Designs erhältlich.

In-dem-Ohr (IdO)

Geeignet für: leichte bis starke Hörminderung Diese Modelle werden speziell für die Form Ihres Gehörgangs hergestellt – für maximalen Nutzen und höchsten Tragekomfort. Sie sind in einer Vielzahl von Hauttönen erhältlich und somit unauffällig und effektiv zugleich. Die kleinsten unter ihnen verschwinden unsichtbar im Gehörkanal.

Micro-im-Ohr-Modelle (Lyric)

Lyric ist das zur Zeit kleinste aller Hörgeräte. Es wird komplett in den Gehörgang eingesetzt, so dass es von aussen völlig unsichtbar ist. Lyric kann über einen Zeitraum von bis zu vier Monaten rund um die Uhr bei allen täglichen Aktivitäten getragen werden. Lyric bedarf keinerlei Handhabung, keine Reinigung und keinen Wechsel der Batterien. Lyric-Flyer herunterladen

Implantierbare Geräte / Hörimplantate

Mittelohr-Implantate (MEI)

Geeignet für: schwere Hörschädigung bzw. totale Gehörlosigkeit Implantate werden operativ ins Ohr eingesetzt und eignen sich für gehörlose oder schwer hörgeschädigte Personen, die aus verschiedenen Gründen keine normalen Hörgeräte verwenden können. Diesen kann oft durch das Einsetzen eines Implantats geholfen, bzw.eine Verbesserung der Hörfähigkeit erzielt werden. So oder so bedarf es im Vorfeld genauer Abklärungen durch einen Hörgeräte-Akustiker, einen Ohrenarzt sowie allenfalls durch eine Klinik. Auch die Kostenträger werden im Vorfeld ermittelt, sei es die Krankenkasse, eine Sozialversicherung oder andere.

Ein Mittelohr-Implantat ist ein kleines Hilfsgerät, welches ins Mittelohr eingesetzt und mit dem ovalen Fenster oder dem Hörknöchelchen verbunden wird. Der Hauptunterschied zwischen Mittelohrimplantaten und Hörgeräten ist die Tatsache, dass kein Speaker benötigt wird. Das Implantat überträgt Geräusche an das Innenohr, mit Hilfe eines Mikrofons, das hinter dem Ohr befestigt ist. Das Mikrofon wandelt Geräusche in mechanische Vibrationen um und sendet diese an den Teil des Gerätes, der sich im Mittelohr befindet. Das Gerät liegt auf der Haut hinter dem Ohr und wird von einem einoperierten Magnet gehalten, der sich unter der Haut befindet.

Knochenverankerte Hörsysteme

Ein knochenverankertes Hörsystem kann bei bestimmten Formen von schwerem Hörverlust eingesetzt werden. Diese Technologie besteht aus einem externen Soundprozessor und einem winzigen Titan-Implantat, das hinter dem Ohr eingesetzt wird.

Dieses Implantat verwächst nach ca. drei Monaten fest mit dem Knochen. Wenn das Implantat einverheilt ist, ist der Soundprozessor mit dem Knochen verbunden und das Implantat kann Schwingungen empfangen und via den Knochen ans Innenohr weiterleiten. Über den Weg der Knochenleitung gelangen die Geräusche in das Innenohr, wobei der Gehörgang bzw. das Mittelohr umgangen wird.

Innenohr-Implantate / Cochlea-Implantate (CI)

Ein Cochlea-Implantat wird eingesetzt bei tauben oder resthörigen PatientenInnen (auch Kindern), die mit herkömmlichen Hörgeräten nicht oder nicht ausreichend versorgt werden können.

Wesentliche Voraussetzung ist, dass der Hörnerv nicht von der Hörschädigung betroffen ist. Im Gegensatz zu konventionellen Hörgeräten braucht es für ein solches Implantat einen operativen Eingriff, bei dem eine Elektrode in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt wird. Die Elektroden stimulieren den Hörnerv direkt und erzeugen bei den TrägerInnen Hörempfindungen unterschiedlicher Art. Das Cochlea-Implantat ist kein Ersatz des Ohres und auch kein künstliches Gehör.