Hörverlust und Diabetes

Bei zuckerkranken Menschen ist das Risiko einer Schwerhörigkeit bei ungefähr 40%.

Wie hängen Hörverlust und Diabetes zusammen?

Diabetes schädigt die Hörschnecke (Cochlea). Dieser Teil des Innenohrs wandelt Schallwellen in Nervenimpulse um, was ein zentrales Element des Hörvorgangs darstellt. Bei einer Diabetes wird die Funktion der Cochlea beeinträchtigt. Dies hat neben erhöhter Lärmempfindlichkeit einen Hörverlust zur Folge. Zudem klingen akustische Traumata bei Diabetikern langsamer ab.

Wichtig: eine frühzeitige Diagnose

Die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Schwerhörigkeit scheinen bis heute noch ungenügend erkannt zu werden. Dabei wäre es mit einer frühen Diagnose möglich, Folgekrankheiten und Unfälle zu verhindern. Bei beiden Krankheiten besteht ein erhöhtes Risiko für Stürze und ähnliche Unfälle – bei Diabetes aufgrund des instabilen Zuckerhaushaltes, bei Hörminderung aufgrund der reduzierten Wahrnehmung der Umwelt.

Ärzten sei nahegelegt, Patienten mit Hörverlust oder Diabetes über den Zusammenhang zu informieren. Diabetikern ist zu raten, pro Jahr einen Hör-Check zu machen. Menschen mit Hörbeeinträchtigung sei empfohlen, die Bluzuckerwerte zu überwachen.

Behandlung von Diabetikern mit Hörminderung

Bei Diabetikern, die zugleich unter Hörminderung leiden, gilt es, bei der Wahl des Hörgerätes zwei Punkte zu berücksichtigen:

  • Menschen mit Diabetes und mit Hörminderung reagieren extrem empfindlich auf Lärm, insbesondere auf solchen im Hochfrequenzbereich. Deshalb ist das Hörgerät besonders sorgfältig einzustellen.
  • Dabetiker neigen zu Hautinfektionen. Wenn die Art der Hörminderung nicht dagegen spricht, sollten in erster Linie Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte gewählt werden. Falls nötig, sollten zudem Ohrpassstücke aus antiallergischem Material eingesetzt werden.

Hörsturz – die Blockade im Ohr

Ein Hörsturz ist ein urplötzlich eintretendes Ereignis. Meistens betrifft es nur ein Ohr, seltener beide.
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