Unser Hörorgan

Für die Wahrnehmung und die Kommunikation ist der Hörsinn eminent wichtig. Wer hört, nimmt Informationen auf, erkennt Stimmlagen und nimmt Stimmungen wahr. Die Vielfalt der wahrnehmbaren Klänge entspricht der Vielfalt der Farben, die das Auge sehen kann. Weitere Funktionen des Gehörs sind der Gleichgewichtssinn und der Orientierungssinn: Anhand von hörbaren Geräuschen bewegen wir uns im Raum und können Distanzen einschätzen, was uns etwa im Verkehr vor Unfällen schützt.

Konkret funktioniert das Gehör so: Es nimmt Schall auf und verarbeitet diesen zu elektrischen Impulsen. Diese Impulse leitet es an das Gehirn weiter, das sie interpretiert. Dieser scheinbar einfache Vorgang ist in Wahrheit höchst komplex – und es vollzieht sich in Sekundenbruchteilen.

  1. Ohrmuschel
  2. Gehörgang
  3. Trommelfell
  4. Gehörknöchelchen (Hammer)
  5. Gehörknöchelchen (Amboss, Steigbügel)
  6. Paukenhöhle
  7. Eustachische Röhre
  8. Hörschnecke (Cochlea)
  9. Haarsinneszellen
  10. Hörnerv

Das äussere Ohr

Töne und Geräusche werden von der Ohrmuschel aufgefangen und wie durch einen Trichter zum äusseren Gehörgang und zum Trommelfell geleitet. Dieses nimmt die Schwingungen auf und gibt sie zum Mittelohr weiter. Gleichzeitig beurteilt die Ohrmuschel, aus welcher Richtung der Schall kommt. Das funktioniert jedoch nur, wenn beide Ohren gesund und zu gleichen Teilen am Vorgang beteiligt sind.

Das Mittelohr

Hier bewirken die Gehörknöchelchen eine rund 20-fache Verstärkung, bevor der Schall auf das Innenohr trifft. Die Gehörknöchelchen – Hammer, Amboss und Steigbügel – sind die kleinsten Knochen, die der Mensch hat. Sie finden auf einem einzigen Kubikzentimeter Platz. In Gang gesetzt werden sie durch die Vibrationen, die vom Trommelfell her kommen.

Das Innenohr

Im Innenohr werden aus mechanischen Schwingungen elektrische Impulse. Dafür verantwortlich ist das eigentliche Hörorgan, nämlich die Hörschnecke. Die dortigen Haarsinneszellen werden in Bewegung versetzt und lösen Sinnesreize aus. Diese gelangen via Hörnerv ins Gehörzentrum des Gehirns. Das Gehirn wiederum verarbeitet die Impulse: Es interpretiert sie und macht daraus Hörempfindungen.